Wein.Erlebnis.Welt
Spurensuche im Aromaweinberg
Weinprobieren und genießen ist immer eine Spurensuche nach Aromen, aber eigentlich gar nicht so schwer. Denn die wichtigsten im Wein vorkommenden Aromen und Geschmäcker kennt jeder. Alle sind nicht gleich zu entdecken und zu schmecken, machen verstecken sich, andere sind flüchtig oder tauchen erst nach einer gewissen Zeit auf. Denn Wein ist entwicklungsfähig und allein schon deswegen spannend.
Aber für die Spurensuche sind wir gut gerüstet: Unser Aromenfundus existiert bereits seit Geburt, im Laufe eines Lebens werden alle wahrgenommenen Gerüche im Erinnerungs-Vermögen gespeichert. Gerade Dufteindrücke aus der Kindheit sind dabei besonders intensiv und emotional mit Erlebnissen verknüpft. Unser Erinnerungs-Vermögen ist also eine wahre Schatzkiste, ein sprichwörtliches Vermögen, das es wieder zu entdecken gilt.
In unserem Aromaweinberg finden Sie die wichtigsten Aromen, die vor allem im Riesling und Spätburgunder vorkommen. Um die Duft- und Aromastoffe eines Weines zu erkennen und aus dem Gedächtnis abrufen zu können, bedarf es etwas Geduld, die aber eine durchweg angenehme Seite hat. Denn wie überall, macht auch hier die Übung den Meister. Das heißt also: Probieren, probieren und immer wieder probieren. Natürlich in Maßen und mit Verstand. Durch immer neue Geschmackseindrücke und Geschmackserfahrungen lernen Sie im Laufe der Zeit spielerisch die Vielfalt und die Unterschiede der Weine kennen.
Die Frage, wieso ein Riesling nach Apfel und ein Spätburgunder nach
Schwarzer Johannisbeere riecht, ist relativ einfach zu beantworten:
Im Wein sind die selben chemischen Verbindungen, die auch in Früchten
oder Gemüse vorkommen. 800 dieser chemischen Verbindungen wurden bislang
identifiziert, wir erkennen diese Verbindungen als Obst oder Gemüse,
weil sie im Riechhirn entsprechend abgespeichert, definiert und zugeordnet
sind.
Allerdings haben die Aromen im Wein unterschiedliche Ursprünge:
- Primäraromen ergeben sich aus der Traubensorte, dem Klima und dem Boden.
- Sekundäraromen entstehen bei der Gärung.
- Tertiäraromen sind auf Reife und Lagerung zurückzuführen.